Beispiele zum Thema

«Clever» statt rundum perfekt – Befreiung aus der Perfektionsfalle

Wir alle möchten alles möglichst gut machen – das ist normal und gerade im Berufsleben auch wichtig: Bei der Arbeit schnell, im Privaten aktiv, im Aussehen attraktiv und in den sozialen Medien präsent. Eine ganz andere Sache ist, wenn wir uns selbst ständig unter Druck setzen, … weil alles immer perfekt sein soll, … weil wir uns gnadenlos verurteilen, wenn ein Fehler passiert, … weil es nie gut genug ist was wir tun und was wir sind, … weil wir uns nur noch mit anderen vergleichen.

Offene Pendenzen

Es ist Freitag, später Nachmittag. Andi ist müde und würde am liebsten gleich aufräumen und nach Hause gehen. Doch er hat seinem Betreuer am Morgen versprochen, dieses Auto auch noch anzuschauen. Der Betreuer ist ausser Haus, die anderen im Stress oder mit Kunden beschäftigt. Mit der Problemdiagnose kommt er nicht voran, dreht sich im Kreis. Nur keinen Fehler machen. Letzte Woche ist ihm ein Fehler unterlaufen, das darf nicht noch einmal passieren. Es dauert, doch er findet die Störung noch, das Wochenende ist zum Glück gerettet.

Benno ist noch mit der Reparatur einer exklusiven, für ihn neuen Uhr beschäftigt. Am Morgen hatte er mit seinem Betreuer den Tagesplan besprochen und eine weitere Uhr würde noch anstehen. Nur waren einzelne der Reparaturen deutlich aufwändiger als geschätzt. Er beschliesst, die Pendenz auf die neue Woche zu verschieben und die Kundin darüber zu informieren. Wie ginge es Ihnen?

Erwartungen erfüllen

Christina und Daria sind bereits auf der Heimfahrt. Christina ist zermürbt. Die ganze Woche hat sie intensiv an ihrem Projekt gearbeitet. Sie hatte das erste Mal ein ganz eigenes Projekt für eine Produktewerbung erhalten. Sie hatte sofort viele Ideen, nur welche war wirklich bahnbrechend? Sie wollte das Projekt alleine durchziehen, wollte schnell und kreativ sein. Doch erst mit dem xten Entwurf ging sie zum Chef. Er war zufrieden – oder gab er das nur vor? Ist ihre Idee doch nicht so gut. Was, wenn sie der Kundin gar nicht gefällt? Wenn sie nicht alle Wünsche berücksichtigt hat? Wie steht sie dann da?

Daria kann nicht aufhören zu schmunzeln. Heute war die Präsentation ihres Vorschlags für die Schaufensterdekoration. Der Kunde schien zunächst nicht erbaut, was recht unangenehm war. Doch dann stellte sich heraus, dass er nicht alle notwendigen Informationen geliefert hatte und gemeinsam konnten sie eine passende Lösung finden – basierend auf ihrem Vorschlag. Wie ginge es Ihnen?

Ansprüchen gerecht werden

Edi eilt zu seinem Lieblingsgeschäft. Er möchte noch neue Hosen für den Abend. Anschliessend geht es ins Fitnesszentrum. Ohne tägliches Workout fühlt er sich in seinem Körper nicht wohl. Auch ein tolles Styling ist ihm wichtig, er möchte mindestens mithalten können, seine Freunde müssen sich gedulden.

Fredi hat während der Woche bereits genügend Sport getrieben und geht mit Kollegen auf ein Feierabendgetränk. Die Woche war hektisch genug. Wie ginge es Ihnen?

Wirkung nach aussen

Gerda sieht auf dem Heimweg ein wunderschönes Szenario, das sie gleich fotografiert und postet.

Hanna denkt lange drüber nach: Es ist nun wirklich an der Zeit, wieder einmal etwas Besonderes online zu stellen, am besten einen kurzen Film. Was ganz schnell gehen sollte, nimmt sie schon zum zehnten Mal auf. Der Freitagabend ist gelaufen. Den Freunden hat sie abgesagt. Wie ginge es Ihnen?